Peinlichste Verleihung der Freitagstexterhistorie:

Peinlich, peinlich, peinlich, peinlich etc. p. p.

Das ist ja mal ein begeisternder Auftritt mit neuem Blog!!! Lernmethode Holzhammer auch in der Moderne noch nicht überflüssig geworden. Den Rest meiner Scham werde ich sehr privatim verarbeiten und möchte nun mit einer Rundumentschuldigung zur freitagstexterischen Tages- bzw. Wochenordnung übergehen.

Es war – nun ja – nicht einfach zu entscheiden (um es vorsichtig auszudrücken). Viele lustige, pfiffige, schräge, tolle Kommentare. Wonach also beurteilen? Gut also, dass heute Montag ist und nicht etwa Dienstag. Montags hat Frau anverwahrt nämlich grundsätzlich ihren politischen Tag, nachdem sie übers Wochenende meist versucht nachrichtenfrei zu leben. Aus diesem Grunde – und auch weil er so wundervoll schräg und politisch anderskorrekt ist – fiel meine Entscheidung schlussendlich auf Herrn schneck. dem ich hiermit ganz herzlich zum verspäteten Pokal gratuliere. Auf eine Fortsetzung im schneckenhaus freue ich mich freilich auch.

Bittschön Herr schneck, hier ist er:

pokalfreitagstexter

Viel Spaß damit und husch ins Archiv – bei Ihnen hab ich da gar keine Sorge, Sie beherrschen die Technik – im Gegensatz zu mir.

Meine Güte! Wie OBERPEINLICH!!!

Ratz -Fatz hat man sich als biggest Depp of Social-Media enttarnt.

Aber auch so kann man in die Freitagstextergeschichte eingehen.

Da werden sicher zwei Flascherl Vin rouge fällig: eine gegen peinlich und eine für die Entscheidung. Wahrscheinlich besser wenn ich die Entscheidung vorverlege und die Peinlichflasche im Anschluss leere…

 

Sorry alle mitanand – ich eile in meinen Grenzen….

anverwahrt (Freunde dürfen mich auch Madame Peinlich nennen)

 

Frrrrrrrrrrrrrreitagstexter!

freitagsbanner_02

So, nachdem die Spinnweben aus den Haaren gepflückt sind, präsentiere ich hier das Bild für die nächste Freitagstexterrunde. Wiewohl die in der Anverwahrtheimat heute herrschenden Temperaturen nicht an „Hundstage“ erinnern, will ich den Freitagstextern dieses Sommerbild nicht vorenthalten:IMG-20150823-WA0003

Die Bedingungen sind die altbekannt. Für Neueinsteiger hier nochmal in Kurzversion: bis Dienstag 09.08.2016 um 23:59 Uhr hoffe ich, dass mir die Entscheidung durch unzählige brilliante Kommentare hier auf diesem Blog recht schwer gemacht wird. Vermittels einer Flasche Wein und unter Mithilfe des Herrn Anverwahrt werde ich dann denn Siegerkommentar zu obigem Foto ermitteln, um am Mittwoch einen anderen Bloginhaber ins Schwitzen zu bringen. Woraus sich zwanglos ergibt, dass für eine Teilnahme mit Gewinnabsicht das Haben eines Weblogs oder freundlicher Zugang zu einem solchigen von nicht unerheblicher Bedeutung ist. Alsdann: mögen zu unser aller Vergnügen die Besten mitschreiben.

 

Hopplatzalamandatschuhe…

sagte mein Pappa immer, wenn etwas Unerwartetes geschah. Wie nun hier und heute, da mir der Wanderpokal auf den altneuen / neualten Blog gerückt wurde. Danke Herr bee. Grade eben erst gemerkt. Nun muss ich mal ganz hurtig meine staubigen Archive durchfummeln und zusehen, dass ich hier schleunigst einen Beitrag mit Bild zustande bekomme. Denn siehe: Frau anverwahrt muss üben, da alles noch nicht so leicht wie bei den Alten Saecken drüben bei Zweitag von der Hand geht. Ich beeile mich und husche jetzt mal in die staubigen Tiefen.

pokalfreitagstexter

Wind von den polyphrasischen Logorrhöhen

Früher hat sie mich fast in den Wahnsinn getrieben. Hat alles repräsentiert, was ich unter keinen Umständen sein/werden wollte. Gut vertragen haben wir uns nur, wenn viele Kilometer zwischen uns lagen und sie nicht allzu oft anrief. Aber auch ich muss für sie das reine Grauen gewesen sein. Alles was ich war, war NICHT die Tochter, die sie sich ausgemalt hatte.
Und dann war sie irgendwann auf mich angewiesen.
Plötzlich mutierte ich zum „Schätzle“ und hatte Dank meines nicht abschaltbaren Sozial-Gens plötzlich eine Mutter an der Backe die immer mehr meiner Fürsorge bedurfte.
10 000 km Nerven und ein paar Gastritisschübe später wohnt sie nun im Pflegeheim, weil ich körperlich nicht mehr in der Lage bin, sie zu versorgen. Bald wird die Wohnung „abgewickelt“ sein, dann hoffentlich nur noch ab und zu Schreiberei mit den Ämtern und der Krankenkasse. Ich kann auch wieder ein paar Tage wegfahren ohne Angst, das unterdessen alles schief läuft zu Hause. Klar, es ist besser geworden…
Zweimal in der Woche gehe ich ins Pflegeheim, um sie zu besuchen. Jeden Abend ist ein „Gute-Nacht-Anruf“ fällig. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn da nicht neben ihrer Dickköpfigkeit noch diese besondere Muttersache wäre. Eine haltlose, heillose und uferlose Logorrhoe. Ein nicht zu bremsender, nicht zu lenkender Strom von Worten. Immer und immer wieder die gleichen Geschichten. Selten die milden Kindheitserinnerungen die man sehr alten Menschen nachsagt. Eher Geschichten in denen sie RECHT hatte, es jemandem „mal so richtig gezeigt“ hat oder besser abgeschnitten hat als alle Anderen in der Situation.
Schon lange sage ich nichts mehr dazu, außer ab und zu mal „mhmh“, obwohl auch das eigentlich überflüssig ist. Ich lasse den Wortdurchfall auf mich niedergehen, versuche, mich durchlässig zu machen, locker zu bleiben, das Ganze nicht persönlich zu nehmen. Aber im hinteren rechten Eck meines Gehirns kichert der fiese kleine Teufel, der einen Notizblock in der Hand hält und eine Strichliste führt. Zum dreitausendsten Mal diese Geschichte, jene schon zum viertausendsten Mal. Ich versuche milder zu sein als er, halte ihn in Schach, denn gewänne er die Oberhand würde ich aufstehen, würde hinausgehen und ihr zuvor die Wand als Zuhörer anempfehlen.
Tu ich nicht, natürlich nicht, tut man ja auch wirklich nicht, ist nicht schön. Immerhin ist sie ja ALT und GEBRECHLICH.

Durch meine Seele pfeift der scharfe Wind von den polyphrasischen Logorrhöhen.

Ihre Geschwätzigkeit ist ihre schärfste Waffe.

Das neue Jahr – noch ganz schön fett

2015 ist derzeit noch ein fetter Blätterstapel, fest verbunden an einem Ende, blätterbar am anderen. Hier zeigt sich das beginnende Jahr transparent, durchschaubar, die Tage liegen scheinbar zugänglich und in schönster Ordnung vor mir.

Jedes Blatt  ist nur ein „ALS OB“, ein Platzhalter für was auch immer.  Tag für Tag wird sich das Jahr entlarven, jedes Blatt wird offenbaren wofür es steht.

Gemach also. Schritt für Schritt. Jeder Tag ein Berg über den ich kommen, ein Tal das ich durchwandern muss. Hin und wieder vielleicht auch ein vergnüglicher Ausflug, beschwerdefrei. Am besten also: Abwarten, Tee trinken, dran glauben, dass es nochmal gut gehen könnte. Mehr hat man ja nicht am 3.Januar. Ach ja, fast vergessen, einen fetten Kalender natürlich – den hat man schon …